Verantwortungsvolle Naturfotografie

Wie verhalte ich mich als Fotograf/in in der Natur

Tiere leben je nach Art zurückgezogener oder dann mitten unter uns Menschen. Einige Arten sind in ihren Beständen durch den Verlust an Lebensräumen stark bedroht, andere gehören zu den Gewinnern der menschlichen Lebensweise und haben sich als Kulturfolger bestens etabliert. Sie alle sind wildlebende Tiere. Wir bitten Sie daher, ihnen in jedem Fall mit Respekt zu begegnen und keine Störungen zu verursachen.

Gerne helfen wir Ihnen mit folgenden Verhaltensregeln, sich bei Ihrem Hobby, der Naturfotografie, möglichst ohne Störung der Vögel und aller anderen Tier- und auch Pflanzenarten oder der Lebensräume in der Natur zu bewegen.

Respektvolles Fotografieren in der Natur

Beim Fotografieren von Tieren ist der Schutz vor jeder Form der Störung sowie die Unversehrtheit des Lebensraumes vorrangig. Verschwinden Sie genau so spurlos, wie Sie gekommen sind, haben Sie schon viel richtig gemacht.

Bei der Wahl Ihres Standortes, achten Sie bitte auf:

Angaben zu Schutzgebieten und deren Betretungsverbote

Das Verhalten der Tiere: Insbesondere Vögel sind zur Nistzeit besonders anfällig. Störungen am Nest können zur Aufgabe der Brut führen und sind zu vermeiden. 

Genügend grosse Distanz zu den Tieren. Wenn Sie sich Zeit lassen zur Beobachtung, erkennen Sie, ob sich ein Tier gestört fühlt und können sich langsam wieder zurückziehen. Vögel beispielsweise signalisieren durch Warnrufe, dass sie verunsichert sind. Spätestens dann ist ein vorsichtiger Rückzug geboten.
Im Winter gilt besondere Vorsicht. Jede Störung kann hier zu einem existentiellen Energieverlust bei den Tieren führen. Vermeiden Sie es daher, Tiere aufzuschrecken und damit zur kräftezehrenden Flucht zu animieren.

Provozieren Sie Vögel weder durch das Abspielen von Vogelrufen und -gesang.

Verzichten Sie auf den Einsatz von Blitzlicht, Drohnen und weiteren technischen Hilfsmitteln, die von Tieren als Bedrohung wahrgenommen werden können.

Wir empfehlen

Nutzen Sie öffentliche Hides. Sie sind für die Bedürfnisse der Tierbeobachtung konzipiert und helfen Ihnen, störungsfrei Bilder im Naturraum zu erhalten.

Für die Tierbeobachtung können selbst im eigenen Garten oder auf dem Balkon gute Voraussetzungen geschaffen werden: Pflanzen Sie einheimische Bäume, Sträucher und Stauden. Betreiben Sie eine Tiertränke (regelmässiges reinigen, Ausstiegshilfe für Insekten und Kleintiere, sicherer Standort)